Unsere erste Etappe fuehrte uns bis nach Brisbane, wo wir noch einmal aus- und wieder einschecken mussten. Nach 4 Stunden Aufenthalt in Brisbane (und nach einem Flughafenwechsel von “national” hin zu “international)” ging es weiter in Richtung Sehnucht, und nach weiteren 4 Stunden hatten wir wieder festen Boden unter den Fuessen: Ankunft in Nadi, Fiji, mit etwas Verspaetung um halb sechs Ortszeit (womit wir den lieben Daheimgebliebenen inzwischen 10 Stunden voraus sind). Uebrigens: Lufttemperatur gemuetliche 27 Grad.

- Erster Eindruck beim Anflug

Schon beim Verlassen der Gepaeckhalle erinnerte vieles wieder wie in Indien. Am Ausgang standen zahllose Einheimische herum, die versucht haben, den ahnungslosen Touristen Unterkuenfte und Ausfluege zu vermitteln. Zum Glueck hatten wir unsere Bleibe fuer die naechsten 2 Naechte schon gebucht, und auch die Kosten fuer den Weg dorthin hatte unsere Gastmutter uns schon mitgeteilt (nicht mehr als 5 Fiji-Dollar, also knapp 1,7 Euro). Auch waehrend der knapp 5minuetigen Fahrt fuehlten wir uns wie nach Indien zurueckversetzt: Teerstrassen, die eigentlich nur aus Loechern bestanden, Zuckerrohrfelder, altersschwache Fahrzeuge um uns herum, viele Fussgaenger, Staub … aber wenigstens nicht so viel Muell. Unsere Unterkunft fuer gerade einmal 7 Euro pro Nacht ist auch alles andere als ein Luxushotel, aber wir wurden von Dee sehr herzlich aufgenommen, gleich nach allen Regeln der Kunst ausgefragt und mit Tipps und Hinweisen fuer das Verhalten auf Fiji versehen.
Um ehrlich zu sein – wir waren auf einen solchen “Kulturschock” nicht wirklich vorbereitet. Wir haben uns zwar vorher einen Reisefuehrer besorgt, aber dort sind natuerlich fast nur die schoenen Seiten der Insel abgebildet, und die unliebsamen Dinge werden sehr verharmlost dargestellt. Trotzdem freuen wir uns schon, in den naechsten Tagen die fijianische Kueche und Kultur zu endecken und uns endlich wieder ins Getuemmel zu stuerzen. Ganz oben auf unserer To-Do-Liste stehen ein Segeltoern um ein paar der kleinen Inselchen (ua. auch um die Insel, auf der Tom Hanks “Castaway” gespielt hat) und ein Tauchkurs. Wenn danach noch Zeit ist wollen wir uns die Hauptinsel evt per Mietwagen ansehen und vor allem die wunderschoenen Regenwaelder mit versteckten Wasserfaellen (und ganz ohne Krokodile) erkunden. Wir bleiben gespannt und hoffen vor allem, dass das Wetter mitspielt. Laut Klimakarte soll ja von Mai bis Oktober die beste Reisezeit sein, vielleicht haben wir hier ja endlich mal wieder etwas mehr Glueck, und der Regen bleibt noch ein Weilchen in Australien …