Robert hat sich in den letzten Tagen irgendwo eine Magenverstimmung eingefangen, daher wurde unser Tauchkurs ein wenig nach hinten verschoben. Abgsehen von meinem Einzeltauchgang am 12. ging es daher erst am 14. so richtig weiter, und zwar mit einem Ausflug zum Wrack der SS Salamanda, einer vor 12 Jahren versunkenen Faehre. Die Luken, Motoren, Aufbauten und Elektrik wurden entfernt, so dass man gefahrlos hindurchtauchen kann – was wir natuerlich auch getan haben. Alle 3 Etagen wurden erkundet und so mancher giftiger Lion Fish gesichtet, aber ich war doch etwas froh, wieder an die Oberflaeche und an die Sonne zu kommen. Der Himmel hatte sich inzwischen leider auch etwas zugezogen, so dass wir uns nicht einmal mehr gemuetlich in der Sonne aufwaermen konnten. Naja.
Die Wolken haben sich leider bis zum 15.6. hartnaeckig gehalten, begleitet von einer ziemlich steifen Brise und beeindruckendem Wellengang. Robert hat den Ausflug zu unserem 30 Meter Tiefgang (ca. 10:00) sichtlich genossen, waehrend ich mehr als gluecklich war, als wir dann endlich abtauchen und den Wellen entkommen konnten. Es ging diesmal ziemlich tief hinab: Auf 38,3 Meter, um genau zu sein. Robert hat die Auswirkungen der Nitrogen Narcosis wohl auch gemerkt – ich allerdings nicht. Dank des schlechten Wetters war es nicht so schoen wie sonst, da die Farben nicht wirklich zur Geltung kamen. Es waren ausserdem ziemlich wenige Fische unterwegs – aber ein paar Haie haben wir zu Gesicht bekommen, darunter wieder einen ca. 2 m langer Riffhai. Die Rueckfahrt war eine Qual fuer mich, mit unserer kleinen Nussschale durch geschaetzte 4 m hohe Wellenberge… die natuerlich – was auch sonst – auf dem Rueckweg von hinten kamen und meinen Magen sehr auf die Probe gestellt haben.
Unser zweiter Tauchgang an diesem Tag (ca. 15:30) war verhaeltnismaessig harmlos, lediglich ein bisschen mit dem Kompass im ziemlich trueben Wasser direkt vor unserem Hostel navigieren. Es hat zum Glueck auch mehr oder weniger funktioniert, so dass unser Dive Instructor uns schliesslich erloest hat. Leider sehr wenige Fische, da das Wetter noch nicht viel besser war… Das Highlight des Tages kam gegen halb sechs, als wir zu unserem Nachttauchgang aufgebrochen sind. Bei Ankunft am Ankerplatz war es schon fast dunkel, und unter Wasser war es einfach nur schwarz. Wir waren zu zweit mit unserem Lieblingstauchlehrer Dan unterwegs und haben eine mehr als eindrucksvolle Fuehrung um das Riff “Seven Sisters” bekommen. All die Fische, die tagsueber um das Riff herumschwimmen, hatten sich unter Korallen und in kleinen Felshoehlen versteckt. Wir haben einen Fisch gesehen, der sich eine Art Schlafsack baut, darin schlaeft und ihn am naechsten Morgen fruehstuckt. Wenn man genauer zwischen die Korallen geleuchtet hat, dann haben einen unzaehlige orangefarbene Augen angeblickt, die zu den nachtaktiven Putzerkrabben oder -garnelen gehoeren. Die Atmosphaere war voellig anders als beim Tagtauchen, da die Sicht sehr viel eingeschraenkter war und man sich sehr viel mehr auf den kleinen Fleck konzentriert hat, den man mit der Taschenlampe angeleuchtet hat. Ebenso erstaunlich war die Rueckfahrt, die unser Bootsmann in voelliger Dunkelheit nur anhand der leuchtenden Punkte von verschiedenen Inseln und Resorts navigiert hat!
Heute schliesslich hatten wir unseren letzten (und schoensten) Tauchgang, um unser Advanced Open Water Certificate zu bekommen. Es ging zu einem Tauchplatz (Tuanoku), an dem wir schon bei unserem ersten Kurs waren, aber diesmal durften Robert und ich alleine “losziehen” und die Korallenriffe erkunden, waehrend der Tauchlehrer mit zwei Anfaengern geuebt hat. Unser Auftrag lautete, anhand von Plastikkarten die verschiedenen Korallen und Wasserlebewesen zu identifizieren und aufzuschreiben, die uns vor die Tauchbrille kamen. Das Wetter hat wieder mitgespielt, und im kristallklaren Wasser und im strahlenden Sonnenschein haben wir unzaehlige Fische beobachtet. Unser Highlight war ein Octopus in seiner Hoehle, aber auch die anderen Fische und Korallen waren einfach nur wunderschoen. Man kann es sich wahrscheinlich nicht vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat!
Abschied…
Gegen Mittag haben wir uns dann so nach und nach von der Tauchcrew und den Angestellten im Ratu Kini’s Resort verabschiedet, um uns anschliessend von einem kleinen Boot zur Nachbarinsel Malolo bringen zu lassen.







