Unser erster Stopp war ein Elefantentrainingscamp, wo wir bei dem „Morgenbad“ der Elefanten am Fluss zusehen konnten. Die Herde, 1 erwachsene Elefantenkuh, 1 erwachsener Bulle und 3 kleine, wurde von insgesamt 10 Trainern oder Pflegern zum Fluss gefuehrt, wo sie sich hingelegt haben und sehr ausgiebig mit Kokosnussschalen regelrecht abgescheuert wurden.
Was hier nicht so doll war: Die ganzen Touristen, die mit uns da waren, haben die ganze Zeit versucht, die Tiere anzutatschen und zu streicheln. Wir waren uns nicht so sicher, ob den Elefanten das ueberhaupt gefaellt und haben uns von etwas weiter weg einfach nur auf das Zusehen und Geniessen der Szene beschraenkt (abgesehen von der Raubtierfuetterung auf dem Rueckweg). Ausserdem hat der eine kleine Babyelefant seinen Pfleger wohl versehentlich verletzt und dafuer eine ziemliche Tracht Pruegel kassiert, mit dem Stock auf den Ruessel. Man konnte richtig sehen, dass der Kleine davor grosse Angst hatte, und es hat uns wirklich wehgetan, das anzusehen. Das hat uns wieder einmal vor Augen gefuehrt, dass die Inder in machen Dingen einfach anders sind als wir. Andererseits wissen wir auch nicht, was in deutschen Zoos passiert und ob das zur Ausbildung der Tiere gehoert oder nicht.
Nach dem Elefantencamp haben wir in einem kleinen Restaurant an der Strasse angehalten und dort erstmal gefruehstueckt. Abgesehen davon, dass wir alles doppelt bestellen mussten, weil nur die Haelfte kam, waren wir wenigstens satt und haben bis zum Nachmittag mit dem Nachschieben durchgehalten.
Der Weg nach Munnar hat uns ueber eine wunderschoene Bergkette gefuehrt, die immer regenwaldiger wurde. Da wir es aber ziemlich eilig hatten, konnten wir die schoene Aussicht nicht fotografieren, und ich habe mich darauf beschraenkt, bei dem Fahrstil unseres Guides meinen Magen unter Kontrolle zu behalten. Die Aussicht war aber gigantisch! Immerhin einen Stopp haben wir eingelegt, bei einem Wasserfall, an dem auch alle anderen Touristen abgesetzt wurden. Da er aber direkt an der Strasse war hiess es halt nur, das obligatorische Foto schiessen und weiterfliegen.
Einen weiteren Stopp haben wir an einer Gewuerzfarm eingelegt, auf der wir ueber 50 veschiedene Pflanzen und Gewuerze sehen konnten. Sehr interessant! Einiges kannte man ja schon, z.T. aus dem Urlaub oder sogar von Zuhause oder von der Bootstour, aber es war auch viel neues dabei, und fast alles konnte man probeschmecken oder proberiechen. Sehr schoen gemacht und eine herrliche Anlage mit viel sattem Gruen um einen herum.
Nach schier endloser Weiterfahrt kamen wir dann um eine weitere der zahllosen Kurven, und endlich waren sie sichtbar – die Teefelder. Teebuesche, so weit das Auge reicht!
Wir sind zunaechst durch die „Stadt“ Munnar durchgefahren und haben am anderen Ende des Ortes das Teemuseum besucht. Die 100 Rupien Eintritt waren zwar ziemlich guenstig, das Museum aber auch nicht wirklich sehenswert. Wir haetten vielleicht den Film ueber die Teeherstellung sehen sollen, haben aber leider den Anfang verpasst und wollten dann nicht einfach hineinplatzen. Naja, so haben wir eben lieber die wunderschoene Landschaft genossen und uns ueber das gemaessigtere Klima gefreut.

noch mehr Teefelder
Im Dunkeln konnte dann selbst unser Fahrer nicht mehr ganz so schnell fahren wie auf dem Hinweg, und so waren wir erst gegen acht Uhr zurueck in unserem Hotel Mothertree. Dort gab es dann noch ein kleines Abschluss-Highlight: Unsere beiden Gastgeber, Anu und Shyam, haben uns zum Abschied nochmal was leckeres gekocht. Und kochen koennen sie, schliesslich hatten sie vor dem Hotel ein eigenes Restaurant!
Danach hiess es dann nur noch „Rucksack packen“ und ab ins Bett fallen…
PS: Nur die Kuh hat’s gehoert!






Koennt Ihr mir mit einer E-Mail Adresse fuer das Mother Tree helfen? Waere super.
Conny
Von: Conny Jost am 12. Januar 2009
um 8:38