15.10. – Jaipur, Pink City

Heute ging es dann wirklich in die „Pink City“, einen alten Stadtteil von Jaipur, in dem alle Haeuser in dem gleichen Orangeton gestrichen sind (vielleicht sieht es in einem bestimmten Licht ja Pink aus, fuer uns war es jedenfalls eher die „Orange City“). Die Gebaeude, die wir heute gesehen haben, waren zwar wirklich schoen, aber der allgemeine Dreck in den uebrigen Stadtteilen beschaeftigt einen doch sehr. Nun ja.
irgendeins der "pinken" Haeuser in der Pink City

irgendeins der

Unser erstes Anliegen war der Gang zur Post, wo wir ein Paket an Roberts Vater aufgegeben haben. Das ganze Prozedere mit Sachen ein- und wieder auspacken und nochmal einpacken und einnaehen und wiegen und schlussendlich aufgeben hat sage und schreibe 1 Stunde gedauert, und ohne Kulwant haetten wir das niemals gepackt! Gott sei Dank, dass er dabei war! Hoffentlich kommt unsere Sendung ueberhaupt an, das ist unsere groesste Sorge. Naja, letztendlich sind es sowieso nur Gewuerze und ein paar Kleidungsstuecke – und die DVD mit allen Fotos. Daumen druecken!

Unser Paket - Karton gibt es nicht, nur Laken

Unser Paket - Karton gibt es nicht, nur Laken

Dann ging es los mit unserer vorerst letzten „Kul-Tour“. Wir haben also
- den Hawa Mahal, Palast der Winde
- das Jantar Mantar, Observatorium (von aussen)
- das Central Museum (seeehr empfehlenswert0
- den Amber Palace, eine riesengrosse Anlage mit zig verschiedenen Gebaeuden
- den Wasserpalast und
- eine Grabanlage am Rande der Stadt
besichtigt. 

Ueberblick verschaffen von einem Turm aus

Ueberblick verschaffen von einem Turm aus

In dem Museum kamen staendig Leute an, die uns fotografieren wollten. Da es nicht das erste Mal war, haben wir darueber zunaechst nur gelaechelt und uns ablichten lassen. Irgendwann wurde es dann aber doch nervig, weil wir gar nicht mehr dazu kamen, das Museum anzusehen. Auf ein „No, sorry“ haben die Inder dann aber verstaendnisvoll reagiert und uns in Ruhe gelassen. Da uns das aber in letzter Zeit oefter passiert ist, haben wir uns schon ein wenig gewundert. Auf dem Basar haben wir spaeter schliesslich herausgefunden, dass die Leute Robert wohl fuer einen Bollywood-Star gehalten haben. ^^ Am Bauch muss er aber noch arbeiten!

Die vielen kleinen Basare rund um die Pink City hatten es heute auch in sich, von allen Seiten wurde man regelrecht in die Laeden hineingezogen. Wir haben uns aber halbwegs tapfer geschlagen und nur einen silbernen Ring fuer 3 Euro und ein T-Shirt fuer Robert (etwa 2,70) gekauft. Allerdings ist hier auch wieder richtig deutlich geworden, dass man schnell ueber den Tisch gezogen wird: auf der Strasse hiess es noch, das T-Shirt wuerde 50 IR kosten. Im Laden waren es dann ploetzlich 150, und 50 waere der Preis fuer ein Kindershirt. Spaeter haben wir das gleiche Shirt tatsaechlich fuer 50 Rupien entdeckt…

Nach der Besichtigung der Pink City mussten wir unser Auto erstmal wieder aus einem Parkgewuehl befreien. Die Autos stehen in 3 oder 4 Reihen nebeneinander und werden einfach zur Seite geschoben. So auch wir – einfach hin und die anderen Autos „beseitigt“. Ob sie dabei die anderen leicht touchieren interessiert hier niemanden, Hauptsache man kommt raus.

Ausparken - einfach mal schieben

Ausparken - einfach mal schieben

Der Wasserpalast war nicht ganz so doll – das Gebaeude an sich war zwar herrlich, aber der See drumherum regelrecht verseucht mit Muell. So schoen hier die Palaeste und Haeuser sind, der ewige Muell nervt. Und vor allem stinkt er.

Unser Abendessen bestand heute wieder aus Toast, Tomaten und Kaese, was uns irgendwie an Zuhause erinnert. Irgendwie lustig, an welchen Kleinigkeiten man „Zuhause“ festmacht.

Morgen geht es weiter nach Agra, unserer letzten Station mit Kulwant, unserem treuen Guide und allerbestem Ratgeber. Es kommt schon ein wenig Wehmut auf, wenn wir an den Abschied denken, aber wir freuen uns auch schon auf etwas Entspannung im Sueden, auf Palmen, Strand und Meer!

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