Wieder eine lange Fahrt durch elendig oede Gegend, und zu allem Ueberfluss funktioniert die Klimaanlage schon seit gestern nicht mehr. Aber zum Glueck ist das hier keine Wueste mehr, und die 35 oder 36 Grad schaffen wir mit links!
Mit den Pannen war es leider noch nicht ganz vorbei. Als wir es endlich bis zur sog. Autobahn geschafft hatten (3 Spuren, davon eine fuer den Gegenverkehr (!), eine fuer Kamele und Pferde, und der Rest fuer alles, was motorisiert unterwegs ist), fuhr unser Taxi auf einmal etwas schwammig durch die Gegend. Fazit: ein platter Reifen. Aber wozu haben wir schliesslich einen Kfz-Mechaniker an Bord, gell Robert? Schnell das Gepaeck aus dem Kofferraum geraeumt und fix auf der Autobahn den Reifen gewechselt. Eine Sache von Minuten – etwa 30.
Jaipur ist zwar bekannt fuer seinen Stadtteil „Pink City“, allerdings haben wir davon heute noch nichts mitbekommen, da wir erst gegen nachmittag ankamen und alle Sehenswuerdigkeiten um 16.30 schliessen. Die bisher zu Gesicht bekommen Stadtteile sind die dreckigsten und heruntergekommensten, die wir bisher gesehen haben. Ueberall liegt der Muell herum oder wird direkt an der Strasse verbrannt. Das ist zwar nichts neues, aber die pure Masse an Muell erschlaegt einen regelrecht. Nicht so schoen.
Unser heutiges Highlight war ganz eindeutig die Entdeckung eines „echten“ Supermarkts direkt neben dem Hotel. Obst, Gemuese, Brot, Chips, Seife, Getraenke – alles aus einer Hand, nicht aus 6 verschiedenen kleinen Laedchen! Robert und ich waren bestimmt 1 Stunde in dem Supermarkt unterwegs und haben es genossen, mal wieder etwas Heimatliches entdeckt zu haben. Es war echt ein Erlebnis! Auch der Preis fuer Toast, Kaese, Butter, Streichkaese, Tomaten, Gurke, 1kg Bananen, 2 Milchgetraenke, 3 kleine Fruchtsaefte, 1 Apfelschorle, Chips, Kekse, Ketchup, Peelingcreme war umwerfend: 355 IR = grob geschaetzt 6 Euro. Wir haben unsere „Beute“ in unserem Hotelzimmer ausgebreitet und unser Abendessen regelrecht zelebriert: Toast mit Kaese und Tomaten. Wir haben jeden Bissen genossen und uns immer wieder von Ohr zu Ohr grinsend angesehen. Herrlich!
Morgen gibt es dann die kulturelle Seite von Jaipur, fuer heute ist mal wieder Schluss.

