20.5. – Great Barrier Reef

Den heutigen Tag werden wir bestimmt nicht so schnell vergessen!

IMG_5307 [1024x768]

IMG_5292 [1024x768]

Bevor es allerdings mit der „Ocean Freedom“, etwa 18 weiteren Cruisern und 4 Crewmitgliedern ging um 7:30 auf Tour ging, hatten wir wieder einmal einen Kampf mit der Zicke auszutragen. In den letzten Tagen hat sie uns ziemlich auf die Probe gestellt – immer wieder Probleme mit dem Motor, die wir immer noch nicht genau lokalisieren konnten. Fehlende bzw. abfallende Leistung beim Fahren, Zuendaussetzer und hin und wieder ganz schoen lautes Knallen am Hinterausgang unserer Kleinen. Alles moegliche wurde in den letzten Tagen getestet und ausgetauscht, bisher aber ohne Ergebnis. Heute morgen schien es zunaechst gut loszugehen, aber schon nach 400 Metern hat der Motor so gut wie komplett kapituliert, und wir haben uns nur mit viel Muehe und dem Verlust einiger Nerven in eine Nebenstrasse abseits des 3spurigen Stadtzubringers retten koennen. Da die Zicke nicht mehr anspringen wollte, haben wir uns nebenan bei dem Goldenen M ein Taxi bestellt, dass uns gerade noch rechtzeitig abgeliefert hat. Erst als wir wohlbehalten eingecheckt hatten konnten wir anfangen, den Tag zu geniessen – und was fuer einen Tag!

Um 7:30 hiess es also „Leinen los“ und ab auf grosse Fahrt. Etwa 2 Stunden haben wir gebraucht, bis wir unseren Platz am Great Barrier Reef erreicht hatten. Schnorchel, Maske und Flossen an und ab in das 27 Grad warme Wasser, den Blick fest auf den Boden und das Riff direkt unter uns gerichtet. Bunte Fische, bunte Korallen, herrliches tuerkisblaues Wasser und eine kleine weisse Sandinsel! Wir wollten gar nicht wieder aus dem Wasser heraus, aber unsere Tour hatte ja noch mehr zu bieten als schnoedes Herumschnorcheln… wir wurden auf ein kleineres Bootchen verfrachtet, das einen Glasboden hatte, mit dem es in gemaechlichem Tempo ueber das Riff ging, damit wir die Schoenheit der Korallen auch vom Trockenen aus und mit Kommentator noch einmal geniessen konnten. Leider sind die Fotos relativ unscharf, aber wir hatten ja noch ein As im Aermel: eine Leihkamera mit wasserfestem Gehaeuse fuer Unterwasserfotos. Wir haben keine Kosten und Muehen gescheut, um die Eindruecke auch unter Wasser fuer alle festhalten zu koennen. :-)

Nach der Riffbesichtigung waren wir faellig. In Zweierteams wurden wir mit Anzug, Brille, Flossen und Atemgeraet ausgeruestet und durften wieder in das Wasser zurueck. Jedes Team hatte einen Tauchlehrer zur Seite, und dann ging es los: zuerst nur den Kopf unter Wasser halten und sich daran gewoehnen, durch den Mund zu atmen. Gar nicht so einfach und zu Anfang ein ziemlich beklemmendes Gefuehl. Dann ging es erst einen Meter und anschliessend zwei Meter unter Wasser, immer noch am Boot, wo unter dem Heck Querstangen zum Festhalten angebracht waren. Mir war ganz schoen mulmig, aber es war trotzdem herrlich! An einem Arm die Kamera, am anderen den Tauchlehrer, und dann ging es hinunter in die tuerkise Tiefe. So tief war es zwar nicht (5m), aber es war wie eine andere Welt. Wir sind beide aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Die Korallen waren zum Anfassen nah, ebenso wie die Fische. Leider hatte ich ein Problem mit dem Druckausgleich und dadurch Schmerzen im rechten Ohr und war doch etwas froh, als es wieder nach oben ging.

Zum Mittag gab es ein sehr leckeres Bueffet mit verschiedenen Salaten, Lachs und Garnelen, um sich fuer den Nachmittag zu staerken. Wir sind ein paar 100 Meter zu der kleinen weissen Sandinsel mitten im tuerkisen Meer zurueckgefahren. Fuer etwa 2,5 Stunden hatten wir die Wahl zwischen Schnorcheln, Sonnenbaden auf der Insel oder Relaxen auf dem Boot. Fuer alle mutigen Taucher stand ausserdem ein zweiter Tauchgang an, den ich allerdings ausgelassen habe, da mein Ohr immer noch weh tat und ich nichts riskieren wollte. Robert hatte sich beim ersten Tauchgang so gut angestellt, dass der Tauchlehrer gleich meinte, er braeuchte nicht mehr „Haendchen halten“, sondern koennte allein tauchen – natuerlich immer in der Naehe des Tauchlehrers. Diesmal ging es auch etwas tiefer hinunter, naemlich auf knapp 15 Meter. Sein absolutes Highlight war ein „Hai light“, ein ca. 2 m langer Riffhai, der wohl aber mehr Angst vor den Tauchern hatte als umgekehrt.

Anschliessend haben wir es uns natuerlich nicht nehmen lassen, uns mit Schnorchel und Brille noch einmal die Korallen und Bewohner von der Oberflaeche aus anzuschauen und schliesslich noch eine kleine Runde um unsere Privatinsel zu drehen (Durchmesser ca. 50 Meter).

Voellig geschafft, aber richtig gluecklich ging es gegen 15 Uhr schliesslich auf den Heimweg, der uns mit Kuchen und Kaeseplatten noch versuesst wurde. Die Kamera haben wir direkt zum Verleiher zurueckgebracht, der uns die Fotos gleich auf CD gebrannt und mitgegeben hat.

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort: