25.1. – Jenolan Caves

 Der Morgen begann mit einem Seitensprung und einer furchtbaren Entdeckung – nichts Boeses ahnend habe ich das Auto saubergemacht und wollte den Handfeger wieder an seinen angestammten Platz befoerden, als ich eines kleinen Tierchens gewahr wurde, dass es sich an unserer Zicke gemuetlich gemacht hatte… Angesichts der Tatsache, das besagtes Tierchen ueber acht Beine verfuegt und sich aeusserst flink bewegen kann, habe ich mich ebenfalls flink bewegt, und zwar weg vom Auto. Robert hat sich schliesslich erbarmt und das “kleine” Tierchen per Handfeger verscheucht. Uaaaaah! 
Gestatten, Hansmann.

Gestatten, Hansmann.

Unsere Adventure Tour begann um 13:00 Uhr und wird uns sicher noch sehr lange in guter Erinnerung bleiben! Zusammen mit Ryan, Denise und Diane (zwei Kanadier und eine Philippina) waren wir ein ueberschaubares Team von 5 Personen und zwei Guides (Michael und Ted).  Wir wurden zunaechst mit Overall, Sicherheitsgurt und Helm mit Lampe ausgeruestet und dann an einer Tafel ueber den Verlauf der Adventure Tour gebrieft.  
Michael und unser Abstiegsplan
Im Grunde bestand die Tour aus vier Teilen:
1.       Abseilen
2.       Besichtigung von Hoehlen und Tropfsteinen
3.       Abstieg in den unteren Teil der Hoehle durch seeeehr enge Felsloecher (eigentlich mitten durch das Geroell hindurch, was von oben nach unten durchgesackt war)
4.       Besichtigung der sog. Showhoehle, die von unten bequem fuer alle anderen Gaeste zugaenglich ist
 
Das Abseilen sah eigentlich ganz einfach aus: wir wurden von Michael und Ted doppelt gesichert und hatten nichts anderes zu tun, als uns rueckwaerts etwa 9 Meter in die Tiefe hinunterzulassen, direkt in den oberen Eingang der Hoehle. Leider sah es eben nur einfach aus – wenn man am Seil haengt, ist ploetzlich alles ganz anders.  Trotzdem sind wir alle 5 wohlbehalten unten angekommen und haben uns dann durch das Labyrinth fuehren lassen. Von Ted und Michael gab es jede Menge Informationen zur Entdeckung der Hoehle (1856), zu den Mineralien und zu den Stalaktiten und –miten.  Und dann wurde es kuschelig: Der erste wirkliche Engpass war das sogenannte Fenster, durch das man nur hindurch kam, wenn man sich auf die rechte Seite legte, den rechten Arm vorstreckte und den linken am Koerper liess. Dann hiess es “mit den Fuessen irgendwie schieben”. Wir sind alle durchgekommen, auch wenn es nicht ganz einfach war. Angeblich ist noch niemand steckengeblieben, das war doch schon mal sehr beruhigend. J  Es wurde steil und steiler, und immer oefter hiess es “ueber den einen Felsblock rueber, unter dem naechsten einfach durch”. Strikte Anweisungen, wie man den Kopf halten, die Fuesse setzen und welche Felsen man als Handgriff nutzen sollte. Und jede Menge Spass! Es gab eine Felsrutsche, die Kathedrale, den Liebestunnel und den Briefkasten (hier musste man rueckwaerts durchklettern).  Leider war die Tour dann viel zu schnell zu Ende, und wir kamen in der zivilisierten Welt an. Durch eine kleine Tuer am Ende der “offiziellen” Hoehle betraten wir die Welt des Lichtes wieder und haben dort mit unseren ziemlic h dreckigen Outfits und Kopflampen die anderen Besucher ins Staunen gebracht. Die Fotos sprechen fuer sich – es war eine absolut empfehlenswerte Tour, die sehr viel Spass gemacht hat! Allerdings sollte man eine gewisse koerperliche Fitness mitbringen und noch einigermassen beweglich sein, sonst haette man bei einigen Stellen Probleme bekommen.
Abseiling

Abseiling

der bunte Haufen

der bunte Haufen

Alle haben durchgepasst

Alle haben durchgepasstSchraeglage

 

 

Nach Ende der Tour haben wir uns langsam auf den Weg nach Canberra gemacht. Da es schon spaet am Nachmittag war, haben wir uns zur Uebernachtung fuer einen Rastplatz an einem sehr grossen See direkt an der Autobahn entschieden. Lange Gesichter allerdings bei der Ankunft: Nix mit See. Alles ausgetrocknet und eine endlose staubtrockene Wueste… deprimierend… wenigstens gab es auch keine Muecken…
 
 

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