25.1.-29.1. Canberra und Fahrt nach Melbourne

 

 

25.1. Canberra

 

 

 

 

 

 

In Canberra hatten wir wieder einmal Glueck – wir sind einfach der Nase nach gefahren und haben nach einem schoenen Plaetzchen Ausschau gehalten. Und siehe da, an dem See, der sich durch die ganze Stadt zieht, haben wir einen huebschen Parkplatz mit Toiletten gefunden, der unserem Zweck angemessen schien. Und: kein “Camping verboten” Schild. Sehr gut!

Zu unserer grossen Verwunderung hatten die Geschaefte fast alle geoeffnet, was uns zum Aufstocken unserer Vorraete sehr entgegenkam. Unser Haushalt wurde um ein Badminton-Set erweitert, was auch gleich im Park ausprobiert wurde. Zum Abkuehlen hatten wir ja den See nebenan… Sehr schoen!

 

26.1. Canberra – Australian Day

Der 26.1. war Nationalfeiertag, was man an allen Ecken und Enden zu spueren bekommen hat. Eigentlich war es mehr wie Vatertag in Deutschland, da ueberall fleissig gesoffen und gepoebelt wurde… einige ganz Verrueckte hatten sich einen riesengrossen Fernseher mit Generator mitgeschleppt, der den ganzen Tag im Park stand und auf dem offenbar irgendwelche Feierlichkeiten uebertragen wurden. Wir haben es uns angesehen und und gewundert.

Leider gab es am 26.1. auch einen herben Verlust zu beklagen: mein – oder unser – Gluecksbringer Nele hat sich irgendwo von uns veranschiedet, vermutlich im Einkaufszentrum, wo wir auch am Nationalfeiertag wieder ein wenig shoppen waren (hauptsaechlich wegen der Klimaanlagen, da man die knapp 40 Grad im Schatten so besser ertragen konnte). Am 27. wurden alle Hebel in Bewegung gesetzt und alle Geschaefte abgeklappert, die wir am Vortag besucht hatten. Das Information Center wurde mit genauen Angaben zum verlorenen Gluecksbringer und unserer Telefonnummer ausgestattet, und nun heisst es Daumen druecken, dass es vielleicht doch einen Finder gibt, der unser kleines Plueschi irgendwo abgegeben hat… wer braucht schon ein abgenutztes Kuscheltier???

Schweren Herzens haben wir uns gegen Nachmittag auf den Weg nach Melbourne gemacht. Ein kleiner Schwenk noch durch das Stadtzentrum von Canberra, was allerdings sehr langweilig war. Eine Stadt wie jede andere auch, nichts besonderes in Sicht.

 

28.1. On the Road again

Unser Tank war gestern mal wieder puenktlich zu Ladenschluss leer, so dass wir mitten im Nirgendwo eine Zwangspause einlegen mussten, bis heute frueh um acht die Tankstelle wieder geoeffnet war. Und auch heute ist es wieder grausig warm – um 10:00 schon gemuetliche 38 Grad, im Schatten. Puh, und wir ohne Klimaanlage… Ob wir wirklich in die Wueste wollen? Die Landschaft hat sich auch von semiinteressant zu absolut einoedig und duerr herabdegradiert, so dass selbst die Kamikazetrucker (anscheinend die einzig anderen Lebewesen auf der Strasse) eine willkommene Abwechslung auf der Autobahn bieten.

Mal schauen, ob es mit dem Internet jetzt etwas einfacher und guenstiger wird – im Shoppingcenter haben wir uns einen Laptop gekauft. Fuer den Acer Aspire5920 haben wir umgerechnet 333 Euro gezahlt und koennen jetzt bei jedem McDonalds kostenlos per WiFi ins Internet. Das haben wir auch gleich schon einmal ausprobiert und und uns probehalber direkt vor dem Eingang postiert, damit der Emfpang auch ja gut ist. Die Geschwindigkeit variiert – einmal hat es gut funktioniert, das naechste mal wieder nicht so sehr. Mal schauen. Hoffen wir einfach mal, dass die Zeiten, wo wir 32 Dollar pro Woche nur fuer Internet ausgegeben haben, vorbei sind. J

In Melbourne wollen wir Kristin und Nadine wiedertreffen und uns dann zu viert/fuenft/sechst (wenn die Jungs noch dabei sind) auf die Great Ocean Road und Richtung Ayers Rock begeben.

Spaeter…

Die Sonne hat ja schon um zehn Uhr frueh erbarmungslos gebrannt – aber der Tag war beinahe unertraeglich. Ohne Klimaanlage war das wirklich eine Tortur, und wir sind schon ein wenig am Zweifeln, ob wir wirklich zum Ayers Rock fahren wollen. Die Sonne hat uns den ganzen Tag schonungslos gegart, und selbst die weit herunter gekurbelten Fenster haben nicht wirklich viel Abkuehlung gebracht, da die Luft draussen fast noch waermer war als im Auto, falls das ueberhaupt moeglich war. Die Landschaft wechselte von fad zu eintoenig und wieder zu fad. Ein paar Huegelchen, zum Teil bedeckt mit sehr ausgeblichenem Heu, zum Teil aber einfach nur sandig. Puh! An einer Stelle muss es in den letzten Tagen gebrannt haben, die Asche roch selbst im Vorbeifahren noch sehr stark nach Qualm. Gut gegart haben wir dann unser heutiges Tagesziel nur knapp verfehlt – wir haben unser Lager an einem kleinen Fluesschen etwa 100 km von Melbourne entfernt aufgeschlagen. Kaum am Wasser angekommen haben wir uns wie die Vedurstenden in der Wueste ins kalte Nass gestuerzt und unsere Koerper wieder auf Normaltemperatur gekuehlt. Keine Sorge, ausser uns waren noch etwa 10 andere Personen im Wasser, anscheinend also ein beliebter Badeplatz und keine Krokodile weit und breit. Morgen hoffentlich endlich die Schlussetappe und ein Bad im Meer am Strand von Melbourne (hoffentlich hat’s da auch einen Strand…)

 

29.10. Melbourne

Puenktlich in der groessten Hitze waren wir wieder auf der Strasse, um die letzten Kilometer bis Melbourne zu bewaeltigen… Nach einigen Stopps in Einkaufszentren zum Abkuehlen (zum Glueck hat jemand Klimaanlagen erfunden) haben wir uns nachmittags mit Kristin und Tobi getroffen und uns im Meer noch ein wenig abgekuehlt. Natuerlich gab es puentklich zum Sprung ins Wasser den eigentlich lang ersehnten Wetterumschwung, aber leider war es dann schon wieder so windig und kalt, dass das Baden auch keinen Spass mehr gemacht hat. Wir sind aber auch wirklich verwoehnt!

Morgen werden wir die zwei zu ihrem Campervan fahren und uns dann gemeinsam aufmachen, die Great Ocean Road zu erkunden. Jiiiiiiha!

Unsere Oase

Unsere Oase

Sonnenaufgang

Sonnenaufgang

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