9.2. Fahrt nach Kangaroo Island
Nachdem wir in Adelaide endlich unseren Drucker losgeworden sind und die letzten Einkaeufe erledigt hatten, hiess es fuer uns vier “on the Road again” – und schon waren wir auf dem Weg Richtung Sueden nach Cape Jervis, um unsere Faehre nach Kangaroo Island zu ergattern. Wir hatten uns – natuerlich – die besten Plaetze am Bug ergattert und es uns dort vor dem Fernseher und mit Aussicht auf den Ozean gemuetlich gemacht. Waehrend der Ueberfahrt haben wir zum ersten mal seit Wochen wieder Nachrichten gesehen, und die Livebilder von den Waldbraenden haben uns schon sehr nachdenklich gestimmt. Besonders dann, wenn einem bewusst wird, dass wir erst vor wenigen Tagen genau im schlimmsten Gebiet unterwegs waren…
Mit einer halben Stunde Verspaetung kamen wir in Pennyshaw an und haben uns gleich auf die Suche nach einem geeigneten Rastplatz gemacht. Zum Glueck gibt es auf Kangaroo Island einige freie Campingplaetze, die aber dann leider auch nur Plumpsklo und mehr oder weniger ebene Stellplaetze bieten. Aber wir sind ja genuegsam! Bei Nudeln und Tomatensosse haben wir es uns zu viert in der Zicke gemuetlich gemacht und Plaene fuer die naechsten Tage geschmiedet.
10.2. Kangaroo Island – die Zweite
Unsere heutigen Ziele:
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Prospect Hill – Ausblick auf die schmalste Stelle der Insel und das Meer
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Salt Lagoon – ein eingetrockneter Salzsee, von dem nicht viel mehr als Salz und Matsch uebrig geblieben sind
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Cliffords Honey Farm – mit drei Sorten Honig und “the icecream to die for”, wirklich extrem lecker! Dazu jede Menge Infos ueber die angeblich nur auf KI lebenden Ligurian Bees, die urspruenglich aus Italien stammen und ueber Asien und Australien bis nach KI gewandert sind.
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Emu Ridge Eucalyptus Distillery – nachdem wir Maedels uns auf der Honey Farm mit Honey Sparkling Wine eingedeckt hatten, wollten die Jungs unbedingt und vor allem so schnell wie moeglich zur Distillery, um dort den Schnaps zu probieren. In Bezug auf Eucalyptus kam uns das ein wenig seltsam vor, aber nun ja. Vor Ort dann die logische Ueberraschung: hier wurde kein Schnapps gebrannt, sondern Oel.
Kristin und ich hatten viel zu lachen! Bonus: ein kleines mutterloses Possum namens Maggie wird hier quasi per Flasche aufgezogen – ein superflauschiges Knaeul! -
Seal Bay und Bales Beach – der Eintritt von 14 $ pro Person an der Seals Bay war uns zunaechst zu teuer, um eine Kolonie Seehunde zu besichtigen. Daher haben wir erst versucht, uns quasi von der Seite her ueber den Bales Beach an die Seehundbucht heranzuschleichen. Leider erfolglos, da die Flut kam, aber trotzdem ein toller Abstecher, da der Strand wunderschoen war. Kristalklares Wasser mit tuerkisen Schattierungen, dazu weisser Sand. Traumhaft! Kristin wollte dann aber doch gern die Seehunde ansehen, also sind wir nochmal zurueck zur Seals Bay, wo sie und Tobi dann 14$ fuer eine Fuehrung gezahlt haben, waehrend Robert und ich im Auto kurz die Augen zu gemacht haben.
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Little Sahara – eine Ansammlung von Duenen mitten auf der Insel, wo u.a. Duenensurfen angeboten wird. Wir hatten auch ohne teure Leihboards unseren Spass im Sand!
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Unser Zielort fuer heute – Vivonne Bay. Hier haben wir fuer 10$ pro Nacht einen Standplatz (mit Strom!), leider immer noch ohne Dusche, und das Handwaschwasser schmeckt salzig. Hm. Mal sehen, wann wir anfangen, zu stinken. ^^
Unser Highlight am Abend war ein Besuch bei unseren Campingnachbarn, die in einem 12 Meter langen Mobile Home fuer mehrere Monate im Jahr herumreisen. Und ein Mobile Home war es wirklich, inklusive 4 Hunde, Fernseher mit Satellitenempfang, Dusche, WC und einem riesigen Schlafzimmer. Beeindruckend!
Sind schon arg gespannt, was Kangaroo Island morgen fuer uns bereit haelt!
11.2. Kangaroo Island – die Dritte
Unser heutiges Tagesprogramm war nicht ganz so stressig wie gestern – es hat “nur” drei Stationen umfasst. Das Wetter war uebrigens ebenso mies wie in den letzten zwei Tagen, mit Temperaturen, die wohl unter 20 Grad lagen, da wir alle auf lange Kleidung ausweichen mussten. Die Australier werden es dem Wettergott sicherlich danken, dass es etwas kuehler ist und sogar hin und wieder nieselt. Wir aergern uns natuerlich. Die Fotos sind nicht wirklich schoener als die von der Great Ocean Road, wo wir ja auch Pech mit dem Wetter hatten. Wahrscheinlich haben wir bei unserer grossen Fahrt in die Mitte jeden Tag 60 Grad im Schatten, und sobald wir uns dem Ayers Rock auf weniger als 2 km naehern, faengt es an zu regnen. Jaja…
Aber zurueck zu unseren heutigen Etappen:
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Kelly Hill Caves – hier haben wir nur schnell nach den Preisen geschaut (30$ pP) und uns dann entschieden, dass wir alle schon sehr schoene Tropfsteinhoehlen gesehen haben und uns das Geld sparen koennen.
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Flinders Chase National Park – Remarkable Rocks – schade, dass die Sonne nicht scheint… mit blauem Himmel haette alles noch 1000mal schoener ausgesehen. Wir haben auch so unseren Spass unter, ueber und zwischen den Felsen gehabt! Empfehlenswert fuer jeden KI-Besucher.
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Flinders Chase National Park – Admirals Arch – eigentlich handelt es sich bei dem Bogen um den Eingang zu einer Tropfsteinhoehle, allerdings ist die Hoehle selbst vor wenigen Jahren eingestuerzt und nicht mehr zugaenglich. Der Bogen steht noch und ist bei richtigem Licht (Sonnenuntergang oder Sonnenaufgang) einen Besuch wert. Fuer uns noch viel schoener: Der markante Gestank in der Bucht war nicht auf ein totes Tier zurueckzufuehren, sondern auf eine aeusserst lebendige Horde von Seehunden, die sich dort niedergelassen hatten. Und das alles ohne Eintritt! Wir haben eine ganze Weile zugeschaut, wie die Viecher entweder – faul auf den Felsen lagen – im Wasser gefischt – Saltos geschlagen – oder miteinander gekaempft haben. Sehr unterhaltsam!
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Scott Cove – in unserem Reisefuehrer als Geheimtipp beschriebene Aussicht von oder auf eine Klippe von ca. 260 m Hoehe. Der Geheimtipp war aber so geheim, dass man ausser Bueschen und einer weiter entfernten Bucht nichts gesehen hat. Der Weg dorthin war eine Katastrophe – dank waschbrettartig ausgefahrenem Sandweg haben wir fuer 30 km fast 1,5 Stunden gebraucht. Zu entnervt, heute die gleiche Strecke auch noch wieder zurueckzufahren, haben wir unser Lager bei “Harvey’s Return” aufgeschlagen. Umgeben von windschiefen Eukalypten/Eukalyptussen (???) haben wir ein gemuetliches Eckchen gefunden und werden morgen hoffentlich ausgeschlafen und frisch auf den anstrengenden Rueckweg gehen.
Ausser einem Stopp in Kingscote (und vielleicht noch einem Duschstopp unterwegs) haben wir auf der Insel keine weiteren Etappen geplant und hoffen, gegen Mittag oder fruehen Nachmittag die Faehre aufs Festland zu erwischen und am spaeten Nachmittag/fruehen Abend wieder in Adelaide zu sein. Und dann … geht es an die Vorbereitung fuer die Grand Tour ins heisse Zentrum. Wie gesagt, wenn wir den Uluru knipsen wollen gibt es garantiert Regen. ^^
PS: Der Sparkling Honey Wine war uebrigens alkoholfrei… haette uns gleich zu denken geben muessen, dass wir einfach so kaufen konnten… pfui bah, hat leider nicht geschmeckt!!!
12.2. Back in Adelaide
Jaja… die Road to Nowhere hat uns auch heute einige Nerven gekostet – mehr als eine Stunde Holperfahrt. Aber irgendwann war auch das geschafft, und nach einem kurzen Suessigkeitenstopp in Kingscote (Berliner, Rosinenbroetchen und Co.) haben wir uns gemuetlich auf den Weg zur Faehre gemacht. Heute haben wir uebrigens noch die wahren Einwohner von Kangaroo Island gesehen: zwei Kaenguruhs.
Na endlich, wir dachten schon, die waeren alle ueberfahren worden – soviele Viecher, wie hier tot am Strassenrand lagen…
Als Mittel gegen Seekrankheit auf der ziemlich schaukeligen Faehre haben wir uns auf Delfinsuche gemacht, und sind tatsaechlich fuendig geworden. Leider nur zwei Stueck, aber immerhin. Wir hoffen nur, dass sie gut und tief tauchen koennen, da sie natuerlich direkt vor unserem Bootchen auftauchen mussten… ^^
Gesund und munter Back in Adelaide! Morgen wird die Zicke wieder taufrisch gemacht, uebermorgen die Vorraete aufgestockt, und dann geht es mit Tobi und Kristin ab in die Wueste!