18.2./19.2. – Uluru und Kata Tjata oder auch „Die Regenmacher“

18.2. Yulara und Uluru
Nach einem gemuetlichen Fruehstueck und knapp 200 km haben wir gegen Mittag den Uluru Nationalpark erreicht. Obwohl der Uluru 340 m hoch ist, haben wir ihn erst relativ spaet gesehen, da das bis dahin flache Land kurz vorher in Huegel ueberging und uns die Weitsicht versperrt hat. Am Eingang vom Nationalpark der erste Schocker: Eintritt pro Person 25,- $. Immerhin ist das Ticket dann aber auch fuer drei Tage gueltig. Bevor wir uns fuer den Kauf entscheiden konnten, haben wir zunaechst umgedreht und sind zurueck nach Yulara gefahren, um uns dort im Infocenter noch ein paar Anregungen fuer Ausfluege in den NP zu holen. Auf der Karte sah Yulara ziemlich gross aus, entpuppte sich dann aber als groessere Bungalowanlage mit ueberteuertem Shoppingcenter. Wasser ab 3.50 pro Liter, Pepsi ab 1.35 $. Ah ja….

Das Infocenter war recht informativ, was das Leben in der Wueste und rund um den Uluru anging, allerdings weniger, was Ausfluege betraf. Rundfluege zum Sonnenauf- und -untergang haetten wir buchen koennen, die lagen allerdings nicht so recht in unserer Preisspanne.Wir haben uns daher entschlossen, einfach loszufahren.

 Zunaechst haben wir am Aboriginal Cultural Center im Park einen weiteren Stopp eingelegt und uns ueber das Leben der Eingeboren informiert, bevor wir dann eine Runde um den grossen roten Felsen gefahren sind. Die Sonne brannte heiss vom Himmel nieder, und zu unserer grossen Freude gesellten sich zu unserer Vierergruppe geschaetzte 100.000 Fliegen. Zum Glueck hatten Robert und ich im Infocenter auch noch zwei Moskitonetze gekauft. Wie Terroristen vermummt haben wir dann den Uluru von allen Seiten betrachtet und Fotos gemacht. Dazu gab es leider nur begrenzte Stoppmoeglichkeiten, da der Rest heiliges Gebiet der Aboriginals und Betreten verboten ist. Schade… hier aber trotzdem eine Auswahl der schoensten Bilder:

 

Das isser, der rote Felsen!

Das isser, der rote Felsen!

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Gegen Abend zog sich der Himmel dann ploetzlich immer weiter zu, und der Traum vom Sonnenuntergang mit dem obligatorischen Foto eines immer roter und roter werdenden Felsen platzte schliesslich, als die Sonne hinter den Wolken verschwand. Unbelievable! Etwas frustriert haben wir un auf den Campingplatz in Yulara zurueckgezogen und nach einem Kampf mit Millionen Ameisen (die Fliegen waren endlich schlafen) den Wecker auf 05:00 gestellt, um wenigstens ein Sonnenaufgangsfoto zu machen.

 

19.2. Uluru (die zweite) und die Olgas/Kata Tjuta

Fruehstueck im Auto auf dem Weg zum Roten Felsen und zwischen all den Reisebussen und anderen Touristen einen Platz am Sunrise Point gesichert, und dann gewartet und gewartet und … gewartet. Irgendwie haben wir es wohl tatsaechlich geschafft und den Regen mitgebracht. Nicht nur, dass der Himmel wie am Abend komplett bewoelkt war, nein, es fing tatsaechlich an zu regnen. Wir haben nicht schlecht gestaunt, vor allem, da wir im Infocenter gestern noch gelesen hatten, dass es hier aeusserst selten regnet.

 

viele enttaueschte Gesichter

viele enttaueschte Gesichter

Robert und ich haben beschlossen, unser Geld fortan als Regenmacher zu verdienen. 

Da keine Besserung in Sicht war, haben wir zunaechst noch eine Muetze voll Schlaff genommen und uns anschliessend zu den als Olgas bekannten Felsformationen Kata Tjuta aufgemacht. Das Wetter wollte sich aber anscheinend nicht bessern, und im Regen hatten wir keine Lust zum Spazierengehen. Nach einer Besichtigungsfahrt haben wir uns daher entnervt auf den Rueckweg gemacht. Bei einem weiteren Stopp im Infocenter haben wir erfahren, dass das Wetter in den naechsten Tagen keine grosse Besserung verspricht, da wir wohl die Auslaeufer von irgendeinem Zyklon ueber uns hatten. Joa. Wahrscheinlich gehoeren wir zu den wenigen Leuten, die in Australien waren und ein Foto vom Ayers Rock im Regen haben… Gluecksschweine, wir…. 

Kata Tjuta im Regenschleier

Kata Tjuta im Regenschleier

Das Wetter aussitzen wollten und konnten wir nicht, da Kristin und Tobi ihren Wagen in drei Tagen wieder abgeben muessen, und wir zusammen noch nach Alice Springs fahren wollen. Also Abschied vom Ayers Rock, und wieder auf die Strasse. An unserem Uebernachtungsplatz vom Hinweg ein kurzer Stopp zum Duschen, und ein zufaelliger Check der Reifen. Und wieder waren wir Gluecksschweine! Der eine Hinterreifen hatte eine Beule und auf der Innenseite einen langen Riss. Puh!!! Da haben wir unser Glueck heute wirklich fuer wichtigeres als einen Sonnenaufgang benoetigt! Reifen gewechselt, und morgen dann wohl zur Werkstatt und gleich einen Komplettsatz besorgen.

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