16.2./17.2. – Coober Pety

 

Auf dem Weg nach Coober Pety wurden wir Zeugen, was passiert, wenn ein Roadtrain von der Strasse abkommt. Wir kamen an den Truemmern eines Sattelzuges vorbei, dessen Einzelteile und vor allem Ladung ueber mehrere 100 m verteilt waren! Anhand der Schleuderspuren ueber beide Spuren und Seitenstreifen konnten wir uns sehr gut vorstellen, wie es aussieht, wenn ein entgegenkommender Lkw ins Schleudern geraet. Die Ladung bestand aus tausenden geplatzten und ein paar wenigen arg verbeulten und verdreckten Coca Cola-Flaschen. :-) Um wenigstens ein paar Flaschen ihrem urpsruenglichen Zweck zuzufuehren, haben wir uns ca 8-10 Flaschen Cola eingeladen. Unser schlechtes Gewissen haben wir damit beruhigt, dass die sehr stark verdreckten und verkratzten Flaschen sowieso nicht mehr verkauft werden koennen, und uns haben sie spaeter in der Wueste einiges Geld gespart, als Wasser ploetzlich 3,50 $ pro Flasche gekostet hat. :-)

Autsch!

Autsch!

Coober Pety ist die Opalstadt schlechthin. Zusammen mit zwei weiteren Minen in etwa 70 km Enfernung werden hier etwa 95% aller weltweit vorhandenen Opale gefoerdert. Das Besondere an der Stadt ist, dass viele Geschaefte und Wohnhaeuser in den Fels und in den Boden gebaut sind, um dort Schutz vor der Hitze zu finden. Im Inneren herrscht ganzjaehrig eine angenehme Temperatur von 23-25 Grad.

Unser erster Eindruck, als wir gegen 14 Uhr ankamen: sehr oede, staubig, langweilig. Nichts, was nichts mit Opalen zu tun hat – ausser vielleicht das Schwimmbad, das wir zur Abkuehlung genutzt haben. Das Museum war sehr aufschlussreich und hatte neben Informationen ueber die Opalfoerderung auch geschichtliche Details parat. Der gesamte Wuestenboden war ehemals Meeresboden, und neben opalisierten Muscheln finden die Digger auch haeufig versteinerte Fossilien.

ein ehemaliger Stollen, jetzt Museum

ein ehemaliger Stollen, jetzt Museum

17.2.

Am Vormittag haben wir Tom’s Working Mine bei einer Fuehrung unter die Lupe genommen. Von John, unserem Fuehrer, haben wir noch mehr Infos ueber das Mining bekommen und konnten unter Tage die Opalschichten bestaunen, uns in schmale Schaechte hochziehen lassen und sogar mit einem Presslufthammer selbst ein bisschen Gestein bearbeiten.

Der Bergmann am Werkeln

Der Bergmann am Werkeln

Fazit: Eine sehr dreckige und anstrengende Angelegenheit. Aber wenn man Glueck hat, kann man ein Vermoegen machen. Jeder kann sich einen Claim abstecken, und wenn er bei seinen Probebohrungen etwas findet, kann er den Claim komplett auf sich eintragen lassen. Man kann es aber auch einfacher haben und die Abfaelle von groesseren Minen durchsuchen. Es soll Touristen geben, die hier schon 30.0000 Dollar gemacht haben – an einem Tag. Viele werden dann natuerlich vom Opalfieber ergriffen und bleiben immer laenger und laenger und noch laenger, immer in der Hoffnung, dass sie doch eines Tages das grosse Los ziehen. Johns Sohn zB ist seit 21 Jahren als Schuerfer dabei, kann sich aber gerade so ueber Wasser halten. Klingt nicht gerade nach einem tollen Job.

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