5.12. – 11.12. Erste Schritte mit der Zicke

Puuuh… endlich wieder ein paar ruhige Minuten zum Schreiben…

Nach Ankunft in Australien hatten wir uns ja zunaechst einen Kombi gemietet, der fuer 5 Tage unser mobiles Dach ueber dem Kopf war. Die Zeit haben wir genutzt, uns nach einem groesseren mobile Home umzusehen. Nach einigen Reinfaellen hatten wir dann endlich doch noch Glueck – auf Bribie Island haben wir unsere „Zicke“ entdeckt, unseren jetzt schon heissgeliebten Campervan. Nissan Urvan, Baujahr ‘85 und „nur“ 245.000 km. Also noch ganz frisch fuer australische Verhaeltnisse! :-) Da sie aber ein paar kleine Macken hat, hatte sie ihren Spitznamen schnell weg.

Die Zicke!

Die Zicke!

Kochen im Gruenen

Kochen im Gruenen

Auch mit den Verkaeufern hatten wir ein Riesenglueck, anders kann man es nicht beschreiben. Bei Besichtigung der „Zicke“ stellte sich schnell heraus, dass Gerhard und Gina aus Deutschland stammen, und als wir irgendwann beim Unterhalten auf die Uhr schauten, waren schon 6 Stunden vergangen. Der Camper musste noch zum TUV und anschliessend auf uns zugelassen werden, und um Zeit und Nerven zu schonen, durften wir schon am 2. Tag in den Van umziehen und Ginas und Gerhards Gastfreundlichkeit inkl. Gourmetbekochung, Waescheservice und WC- und Duschnutzung geniessen, ganz zu schweigen von vielen guten Ratschlaegen und hochinteressanten Geschichten aus vergangener Zeit, als Australien wirklich noch ein Abenteuer war! An dieser Stelle noch einmal ein riesengrosses Dankeschoen fuer das Zuhause auf Zeit!

Mit dem TUV war es dann so eine Sache. Ein sehr gieriger Mechaniker hatte am Freitag (5.12.) drei Probleme gefunden und uns das Road Worthy Certificate verweigert: Ein Oelleck am Motor, einen ausgefransten Sicherheitsgurt und eine nur schwach leuchtende Gluehlampe. Ein Preisangebot fuer die Reparatur wollte er telefonisch mitteilen, der Termin zur Nachuntersuchung sollte eine Woche spaeter am Freitag sein. Tsss! Wir wollten doch los! Laut Gerhard handelte es sich um einen Geizhals, der beim Verkauf des Vans auch noch sein Stueck vom Kuchen abbekommen wollte. Die Lampe war schnell ausgetauscht, und die anderen beiden „Probleme“ konnten wir nicht nachvollziehen. Nicht einmal 3 Stofffasern am Gurtrand und ein gerade mal feuchter Fleck am Oeldeckel, aber ganz sicher kein Getropfe! Fuer Robert und mich stand fest: Wir versuchen es am Montag bei einer anderen Werkstatt. Nach einem sehr erholsamen Wochenende auf der Rentner Insel ging es dann Montag in das ca. 25 km entfernte Caboolture – und siehe da, wir hatten auf Anhieb unser RWC in der Hand! Am Abend hatten wir noch mehr Grund zum Lachen – der Mechaniker hatte doch tatsaechlich 600 $ (300 Euro) fuer die Reparatur haben wollen! Pech gehabt… Am Dienstag haben wir den Wagen dann noch fix auf Robert umgeschrieben, und am Mittwoch ging es dann endlich, endlich los. Unser erstes Ziel: Hervey Bay. Wir haben uns vor ein paar Tagen einen sehr schlauen Campingfuehrer besorgt, der auch die kostenlosen Stellplaetze auflistet, zT sogar mit Dusche. Hier hatten wir bisher allerdings nicht sehr viel Erfolg – auf 3 von 4 Plaetzen herrscht inzwischen komplettes Campingverbot… Nun ja. Wahrscheinlich haben auch die Australier dazugelernt.

Von Bribie Island ging es gestern also ganz gemuetlich los, und zwar zunaechst gen Norden, da wir naechste Woche noch einmal zurueck nach Bribie Island muessen und dann zu Sylvester nach Sydney fahren wollen. Die Autobahnen sind herrlich! Riesig breite Spuren, und ein mehr als breiter und vor allem gruener Mittelstreifen.  Unser erstes Ziel war eigentlich ein Stausee in einem Nationalpark, aber dort herrscht nun auch Campingverbot, so dass wir weiterfahren mussten. Naechster Stopp: Hervey Bay. Von hier wollen wir in den naechsten Tagen einen Abstecher nach Fraser Island, der weltgroessten Sandinsel, machen. Hoffentlich bleibt das Wetter gut!!!

In den letzten Tagen haben wir uns uebrigens eine kleine Angel zugelegt, da man in Queensland ohne Angelschein fischen gehen darf. Man muss zwar ein paar Dinge wie Groesse und Fangzahl bestimmter Fische beachten, aber man darf einfach so drauflos fischen!

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Und man soll es kaum glauben – ich hatte mein Stueck Haehnchenfleisch nur zart gebadet, und schon hatte ich was dran:

Fette Beute!

Fette Beute!

Leider hatte Robert beim Aufschneiden (was ich nicht machen wollte) etwas Pech und hat die Galle erwischt. Dumm gelaufen… aber jetzt sind wir ja schlauer, und dann gibt es in den naechsten Tagen hoffentlich Fisch! :-)

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