2.12. – Bongaree

Endlich wieder eine Tastatur unter den Fingern!

Gut. Robert und ich sind also wohlbehalten in Australien angekommen, wobei die Anreise ziemlich stressig war. Es ging ja los mit dem Nachtboot von Koh Phangan und dann per Bus nach Kuala Lumpur in Malaysia. Von den Unruhen in Thailand und den noch schlimmeren Unruhen in Indien haben wir erst im Guesthouse in Kuala Lumpur erfahren, wo bei unserer Ankunft alle anderen Gaeste wie gebannt vor dem Fernseher sassen und die Nachrichten von den Anschlaegen in Mumbai gesehen haben. Auch wenn Indien schon ein paar Wochen her ist – es hat uns sehr schockiert.

Von Kuala Lumpur ging es am 30.11. endlich weiter nach Coolangatta an der Gold Coast in Australien. Hier haben wir uns bis zum 6.12. einen grossen Kombi gemietet, in dem wir erstmal „hausen“, um die Kosten von Unterkunft UND Transport so niedrig wie moeglich zu halten. Wir hoffen, dass wir in den naechsten paar Tagen einen Wagen finden, den wir kaufen und damit Australien unsicher machen. Vor ein paar Tagen gab es hier in der Gegend einen Sturm mit eiergrossen Hagelkoernern, der das eine oder andere Auto ziemlich ramponiert hat. Wir haben daher die Hoffnung, ein eigentlich etwas besseres Auto fuer recht wenig Geld zu ergattern. Mal schauen, ob es klappt.

Wir haben ueber den Schritt des Autokaufs ziemlich lange nachgedacht und auch andere Backpacker nach ihren Erfahrungen gefragt. Der Vorteil ist, dass man absolut ungebunden ist und jederzeit dort halten kann, wo man gerade ist, ohne sich im Voraus um dank Hochsaison verhaeltnissmaessig teuren Jugendherbergen zu bemuehen. Ausserdem muessen wir nicht staendig von Hostel zu Bus zu Bahn zu Bus zu Hostel reisen, sondern koennen direkt dorthin fahren, wo es schoen ist – und wenn es uns nicht gefaellt, geht es eben weiter. Der Nachteil ist, dass man zum einen sehr viel Kram anschafft, den man sich sparen koennte. Und das Zeug muss man am Ende auch wieder loswerden. Ausserdem kommt man natuerlich nicht so sehr in Kontakt mit anderen Backpackern. Und was passiert, wenn das Auto kaputt geht (okay, ich habe einen Mechaniker dabei) oder wir es am Ende nicht fuer das gleiche Geld verkaufen koennen – oder gar keinen Kaeufer finden?

Die letzten beiden Naechte haben wir schon im Auto verbracht, und es war nicht ganz so einfach, wie wir es uns vorgestellt hatten. Zum einen fehlt im Moment natuerlich noch der Bequemlichkeitsfaktor. Umgeklappte Rueckbank und Schlafsack drauf ist ziemlich hart. Ausserdem sind wir wohl noch in der falschen Gegend: In Brisbane haben wir uns in ein Wohngebiet gestellt (wo es dann wieder keine Toiletten gab), in Bongaree haben wir zwar einen Parkplatz mit Toiletten gefunden, dafuer gibt es hier nur Rentner – und die Suche nach einer Dusche macht richtig Spass. Angeblich soll man hier an den Straenden ueberall oeffentliche Duschen haben. Wir waren wohl bislang an den falschen Straenden, denn sofern es Duschen gab, waren Griffe und Duschkopf abmontiert. Gestern haben wir daher notgedrungen in einer dunklen Ecke des Parkplatzes mit einer 2 Liter Wasserflasche geduscht. Das nenn ich mal Backpackerromantik!

spaeter mehr!

Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort: