Malaysia – 28./29.11.

Petronas Towers, Kuala Lumpur

Petronas Towers, Kuala Lumpur

Heil in Kuala Lumpur angekommen… und mit einer Mordswut im Bauch auf alle Thailaender Reisebueros, die einen ueber den Tisch ziehen wie nichts Gutes.

Rueckblick: Auf Koh Phangan waren wir in einem Reisebuero und haben dort ein kombiniertes Ticket „Nachtboot + Bus“ nach Kuala Lumpur gekauft, was uns pro Person ca. 35,- Euro gekostet hat.

Unsere Kojen im Nachtboot

Unsere Kojen im Nachtboot

Abreise war am Abend des 27.11. um 22 Uhr mit der Nachtfaehre. Im Gegensatz zu den normalen Faehren gab es keine Sitze, sondern zwei Decks, auf denen Matrazen und Kissen ausgelegt sind, damit die Gaeste waehrend der Ueberfahrt schlafen koennen. Das Nachtboot faehrt nicht so schnell wie das Speedboat, mit dem wir angereist sind, deshalb dauerte die Ueberfahrt auch 7 Stunden, also 4 Stunden laenger. Ankunft morgens um 5, dann Weiterfahrt per Bus ab 7, so war es geplant. Abgesehen davon, dass mir auf der Faehre hundeelend wurde (die ziemlich grossen Wellen kamen von schraeg hinten und haben unser Boot ueberholt) und ich die ganze Nacht am offenen Fenster verbracht habe, sind wir aber wohlbehalten angekommen. Am Hafen wartete auch gleich ein Fahrer auf uns, der uns zunaechst in ein Hostel und zwei Stunden spaeter zum Sammelplatz gebracht hat. Dort der erste Schock: Wir sollten pro Person nochmals 15 Euro zahlen, angeblich die Ausreisegebuehr, um nach Malaysia zu kommen. Lange Gesichter bei uns und rund um uns herum. Spaeter stellte sich uebrigens heraus, dass diese 15,- eine Transfergebuehr sein sollten, von der keiner wusste, wofuer eigentlich. Antworten vom Fahrer erhielt man nicht. Zweiter Schlag: Unser Minivan mit 12 Plaetzen war ueberbucht, und so fuhren wir mit 14 Personen bei stroemendem Regen in einem moerderischen Tempo bis kurz vor die malaysische Grenze. Als wir und ein weiteres Paar sagten, dass das so nicht geht, wurde der Fahrer beinahe handgreiflich. Irgendwo unterwegs haben wir an einer anderen Sammelstelle gehalten, wo wir je nach Reiseziel auf andere Busse verteilt wurden. Zumindest hatte der naechste Fahrer einen wesentlich angenehmeren Fahrstil. Nach der Grenzueberquerung dachten wir, jetzt wird alles gut – aber weit gefehlt. Naechster Stopp war Butterworth, knapp 5 Stunden von Kuala Lumpur entfernt. Der Fahrer hat uns an einer weiteren Sammelstelle regelrecht aus dem Bus herausgeworfen und hat sich mit den Worten „Wait here for Bus“ aus dem Staub gemacht – und siehe da, es stellte sich heraus, dass wir an einem Busterminal abgesetzt worden waren, an dem wir unser Ticket fuer die Weiterfahrt kaufen durften… fuer abermals 12 Euro… Ausser uns ging es ca. 10 anderen Mitreisenden genauso. Alle hatten im Voraus ihr Ticket in einem Reisebuero gekauft, angeblich fuer die ganze Strecke, und fuehlten sich ebenso betrogen wie wir. Es kam dann fast noch zu einer Schlaegerei zwischen Verkaeufer und einem Mitreisenden, da sich der Verkaeufer als Betrueger gedemuetigt fuehlte – und es sei ja nicht seine Schuld, dass uns die Thailaender hintergangen haetten… Wir schaetzen, dass die Sache im grossen Stil ablaeuft und solche Szenen jeden Tag passieren.

Unser Rat an alle, die aehnliches vorhaben: Definitiv NICHT im thailaendischen Reisebuero buchen, sondern sich die Muehe machen und die Tour selbst zusammenstottern. D.h.: Busticket am offiziellen Busterminal, Zugtickets am Bahnhof und Flugtickets ausschliesslich selbst im Internet buchen. Wir werden eine Mail an unser Reisebuero schicken und die Situation schildern, haben aber keine Hoffnung, eine Antwort oder gar eine Rueckerstattung zu bekommen. Nun, wir werden sehen.

Zum Glueck liegt das jetzt weit hinter uns, wir sind gut in der sehr interessanten Metropole Kuala Lumpur angekommen und haben den 29. mit Stadtbesichtigung und ausgiebigem Schlendern ueber die Maerkte in Chinatown hinter uns gebracht. Unsere Fuesse tun schon ordentlich weh, aber morgen haben wir ja wieder genuegend Zeit zum Entspannen, denn um 10:30 heben wir ab Richtung Brisbane. Dort haben wir fuer die naechsten 5 Tage einen Kombi als Mietwagen, in dem wir uns halbwegs heimisch einrichten werden. Wir wollen versuchen, in den 5 Tagen einen Campervan oder einen Transporter zu ergattern, den wir dann die naechsten Wochen oder Monate als unser mobiles Heim nutzen koennen. Bin schon arg gespannt, wie das wohl alles wird!

Liebe Gruesse und einen schoenen ersten Advent (ist doch dieses Wochenende?)! Wir melden uns dann also aus Down Under wieder zu Wort!

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