Mit dem Bus ging es zuegig zurueck in die Stadt der Superlative. Und dort wartete eine grosse Ueberraschung auf mich: anstatt wieder in das Asha Guesthouse zu ziehen, hielten wir Einzug in die Junior Suite des Bayoke Sky Hotels! Da hatte sich Robert ja was ausgedacht… nee, nee! Unsere Suite lag im 62. Stock von Thailands hoechstem Gebaeude und hatte eine riesige Fensterfront mit einer fantastischen Aussicht auf die Stadt! Wir haetten am liebsten den ganzen Abend nur am Fenster gesessen und die Stadt unter uns betrachtet. Klasse!
Um unseren Aufenthalt noch ein wenig luxurioeser zu gestalten, haben wir zwei weitere Elemente hinzugefuegt: zunaechst waren wir in einem sehr leckeren Restaurant fuer Seafood essen, danach haben wir uns die Abendvorstellung einer sog. Katoy-Show angesehen, einer Art Travestie-Show. Katoys oder auch Ladieboys sind Maenner, die sich als Frauen kleiden und zum Teil sogar umoperieren lassen. Robert konnte gar nicht glauben, dass wirklich ALLE Frauen in der Show Maenner waren, so echt und vor allem sexy sahen sie aus! Das war wirklich ein unvergesslicher Abend!
Zurueck im Hotel sassen wir wieder wie gebannt an der Fensterscheibe und haben bis tief in die Nacht das erleuchtete Bangkok zu unseren Fuessen bewundert…
Am 17.11. haben wir zunaechst im 87. Stock unser Fruehstueck genossen und uns anschliessend auf den Weg zum Bahnhof gemacht, um unsere Tickets gen Sueden zu kaufen. Dort dann die nicht so schoene Ueberraschung: anstatt um 22 Uhr mussten wir schon um 17 Uhr fahren, da der andere Zug ausgebucht war. Nicht so schoen, da wir ja Ronald noch einmal treffen wollten… Naja, es half ja nichts. Wir sind also zurueck zum Hotel, haben unser Gepaeck abgeholt und haben anschliessend mit Ronald vereinbart, dass er direkt zum Bahnhof kommt. Gegen 16 Uhr kam er dann auch wie versprochen hin und hatte wie bei unserem letzten Treffen wieder jede Menge Tipps fuer unsere Weiterreise im Gepaeck. An dieser Stelle nochmal ein riesengrosses Dankeschoen fuer die Muehe!!!
Mit dem Schlafwagen ging es dann nach Surat Thani, wo wir am 18.11. morgens gegen sieben mit dem Bus zur Faehre aufgebrochen sind. Auf der Landkarte sah das irgendwie alles anders aus, viel dichter und einfacher. Angeblich faehrt die Faehre ab Surat Thani bis Koh Phangan. Wir sind mit dem Bus jedoch erstmal zwei Stunden durch die Gegend gefahren, bis wir endlich den Faehranleger erreicht hatten. ^^ Sehr merkwuerdig, aber irgendwann sassen wir dann doch auf der Faehre und haben es uns am Bug gemuetlich gemacht. Das Wasser war tatsaechlich tuerkis! Die Fahrt nach Koh Phangan dauerte mit einem Zwischenstopp auf Koh Samui etwa drei Stunden, die wir vorne auf dem Bug des Schiffes in der Sonne verbracht haben. Der Fahrtwind hat schoen gekuehlt, so dass man die Sonne voellig unterschaetzt hat – Robert hat sich jedenfalls ordentlich verbrannt. Ich habe zwar auch eine rote Nase und etwas rote Schultern, aber Robert sah abends aus wie ein Krebs… Da heisst es wohl vorsichtiger sein!
Erster Eindruck von Koh Phangan: Hier bleiben wir. Wir haben unser kleines Paradies gefunden! Tuerkises Wasser, weisse Straende, Palmen, ueberall gruen… herrlich!
Unsere spontan auf dem Schiff gebuchte Unterkunft („die ist auch im Lonely Planet, der Autor komm jedes Jahr her“) erwies sich aber leider als Reinfall. Die Huette sollte 250 Baht (ca. 6 Euro) pro Tag kosten, war aber eine absolute Bruchbude. Das WC hatte keinen Sitz, man musste also drueber hocken oder sich auf den Rand setzen; es gab auch keinen Spuelkasten, sondern einen Eimer Wasser zum Nachspuelen; der Boden war mit einem sehr abgerissenen PVC-Boden belegt, durch den man zT bis auf den 1 m tieferliegenden Sand durchblicken konnte, und die Gazegitter gegen Moskitos liessen sich nicht schliessen. Vom Bett ganz zu schweigen: brettharte Matratzen. Wir haben uns also kurzerhand zwei Roller gemietet, und waehrend ich ein paar Dinge eingekauft habe, hat sich Robert nach einer anderen Unterkunft umgesehen – und Erfolg gehabt. Nur ein paar Kilometer weiter hatte er eine deutlich sauberere und gepflegtere Unterkunft gefunden, die uns allerdings auch ca. 14 Euro pro Nacht kostet (also 7,- pro Person, im Rahmen). Naechstes Problem: wie kommen wir hin? Wir haben unsere Gastgeberin gebeten, uns ein Taxi zu rufen. Sie war wohl etwas verwirrt, wieso wir schon wieder abreisen wollten, hat aber angeblich das Taxi angerufen. Letztlich konnte es ihr aber egal sein, das Zimmer war im Voraus bezahlt. Nachdem zwei Stunden und etliche Nachfragen spaeter immer noch kein Taxi da war und unsere Gastgeberin sich auf unser Rufen auch nicht mehr blicken lassen hat, sind wir mitsamt Gepaeck ca. 1/2 km bis ins naechste Dorf gegangen und haben dort den Betreiber eines Internetcafes gebeten, uns zum Resort zu fahren. Um kurz vor 22 Uhr hatten wir endlich unsere Bleibe fuer die naechsten 9 Tage in Beschlag genommen!